Pressemitteilung vom 04.03.2010:

Vom Lebensrecht ungeborener Kinder ist keine Rede mehr

Würzburg, 8. Mai 2010

Bei einem Symposium der Juristen-Vereinigung Lebensrecht kritisierte der Vorsitzende der Vereinigung Bernward Büchner, dass ein angebliches „Recht auf Abtreibung“ immer lauter propagiert werde, vom Lebensrecht ungeborener Kinder jedoch keine Rede mehr sei. Ein Konzept, das sich den Lebensschutz Ungeborener von einer Beratung erhoffe, lebe jedoch von einem lebendigen Bewusstsein für das Lebensrecht. In einem Rechtsstaat, der dieses Recht garantiert, könne es ein „Recht auf Abtreibung“ nicht geben.

Die Organe des Staates, so Büchner, kämen ihrer vom Bundesverfassungsgericht betonten Pflicht nicht nach, den rechtlichen Schutzanspruch Ungeborener im allgemeinen Bewusst-sein zu erhalten und zu beleben. Was an allgemeiner Bewusstseinsbildung nicht geleistet werde, könne in der Kürze eines Beratungsgesprächs nicht nachgeholt werden.

Ferner kritisierte der Vorsitzende der Vereinigung, dass im Programm des Ökumenischen Kirchentags in München zum Schutz ungeborener Kinder nichts zu finden sei. Umso dringlicher sei das Engagement der Lebensrechtsorganisationen für diesen Schutz. Von ihrem Demonstrationsrecht könnten sie inzwischen nur noch unter dem Schutz eines starken Polizeiaufgebots Gebrauch machen. Das sei bezeichnend für den Bewusstseinsstand unserer Gesellschaft.